In den USA haben AIDS-Aktivisten die Medien scharf kritisiert. Diese hatten über eine Frau berichtet, die behauptet hatte, 500 Menschen mit HIV infiziert zu haben.
Es begann mit dem Onlinevideo einer Frau aus Detroit. In dem Youtube-Film, den Jackie Braxton Mitte Januar veröffentlichte, bezichtigte sie sich selbst und behauptete, sie habe mit Absicht mehr als 500 Menschen mit dem HI-Virus infiziert. Es dauerte nicht lange, bis die Medien auf das vermeintliche Schuldbekenntnis aufmerksam wurden. Die Tageszeitung „The Michigan Messenger" griff die Story als erstes auf, von dort aus wurde sie USA-weit bekannt. Keines der Presseorgane stellte die Behauptungen der Frau in Frage. Erst Untersuchungen der Polizei brachten die Wahrheit ans Tageslicht: Jackie Braxton ist HIV-negativ, die ganze Geschichte ist erfunden. Sie habe, so sagte sie gegenüber den Beamten, nur Aufmerksamkeit für das Thema Aids erzeugen wollen.
Bonnie Bucqueroux, ein ehemaliger und prominenter Lehrkörper an der Michigan State University School für Journalismus appellierte als Reaktion nun an die Verantwortung, die Medien haben. „Wo waren die Stellungnahmen der Aids-Experten? Warum ist diese Geschichte veröffentlicht worden, bevor die Fakten bekannt waren?"
Auch Aids-Aktivisten, wie Don Sousie von der „Michigan Positive Action Coalition" hält diese Art der Sensations- und Panikmache für gefährlich. „Jackie's Selbstbeschuldigungen hätten bei jedem, der nur ungefähr über HIV Bescheid weiß, Zweifel aufkommen lassen müssen."


























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