ausblenden

Wer ist dein Typ?

Schärpenträger für ICH WEISS WAS ICH TU

Gutes Aussehen allein reicht nicht, um zum Mister gekrönt zu werden. Um sich mit gutem Gewissen die Schärpe umzuhängen zu können, muss man schon mehr tun, als anturnen: Mitgefühl entwickeln, mitdenken, in Aktion treten, nicht nur sich und der eigenen Eitelkeit nützen, sondern auch und vor allem der einen umgebenden Community. Denn all das macht erst so richtig schön.

Die Zwölf Mister die  sich im August mit ihren guten Namen hinter die gute Sache von ICH WEISS WAS ICH TU stellen und uns ihre hübschen Gesichter und Körper für unser Anzeigenmotiv zur Verfügung stellen, wissen das längst. Sie kommen aus jeder Ecke Deutschlands und aus unserem Nachbarland Polen, sind jung und älter, haarig und rasiert, haben Bauch, Bart, Brille, Sixpack und Muskeln, sind komplett verschieden und sich doch in einem einig: Andere über Risiken beim Sex und HIV und Aids aufzuklären, gehört zu einem richtigen Mister wie sein Titel und sein strahlendes Lächeln.

Sie alle sind gestandene Kerle und von ganz unterschiedlichen Männern in ihrer Community für ihre ganz unterschiedlichen Qualitäten ausgezeichnet worden. Die einen mögen es ledrig, die anderen fahren auf Gummi ab, dritte bringen ihren ganz eigenen Fetisch auf den großen Spielplatz schwuler Sexualität mit. Jeder darf und soll und kann nach seiner ganz eigenen Fasson Lust haben und glücklich werden. Unsere Mister stehen für die Vielfalt und die Freiheit in der Fetischszene in Deutschland.

Aber so verschieden sie sind: Eins haben Mr. Bear, Mr. Leather und Mr. Fetish gemeinsam: Sie tragen nicht nur Verantwortung für sich selbst, sondern freiwillig, gern und sachkundig auch für den Teil der Szene, aus dem sie kommen. Ein echter Kerl kümmert sich eben um die anderen Kerle.

 

Bookmark and Share

„Halbe Sachen sind nicht meins“ ein Interview mit Mr. Bear 2011.

Der 36-jährige André aus Dortmund wurde vor neun Monaten überraschend Mr. Bear 2011. Das Ruhrpottkind hat es seitdem nicht gemütlich angehen lassen, sondern engagiert sich mit der „PLAY SAFE PLEASE“-Kampagne für Safer Sex

 

Du bist jetzt seit November 2010 Mr. Bear 2011. Ist es noch schön?
Ja, ist es, allerdings ist es auch ziemlich anstrengend. Ich bin viel unterwegs, weil man ja Präsenz zeigen möchte. Aber das macht auch Spaß.
 
Nachdem du gewonnen hattest, wolltest du es aber doch eher langsam angehen lassen und erst mal schauen, was das Amt für dich so bereithält.
Ich lass es vergleichsweise auch relativ langsam angehen. Der Reiseplan meines Vorvorgängers, Reinhard, war viel dichter. (Reinhard ist auch IWWIT-Rollenmodell, Anmerkung des Interviewers.) Manchmal ist es einfach nicht möglich, zu jedem Event zu fahren. Ich habe aber natürlich versucht, alle großen Veranstaltungen mitzunehmen. Insgesamt hat das sehr gut geklappt.
 
Die Krönung der schönsten Stunden: Inauguration durch Handauflegen
 
 
Du bist jetzt seit November 2010 Mr. Bear 2011. Ist es noch schön?
Ja, ist es, allerdings ist es auch ziemlich anstrengend. Ich bin viel unterwegs, weil man ja Präsenz zeigen möchte. Aber das macht auch Spaß.
 
Nachdem du gewonnen hattest, wolltest du es aber doch eher langsam angehen lassen und erst mal schauen, was das Amt für dich so bereithält.
Ich lass es vergleichsweise auch relativ langsam angehen. Der Reiseplan meines Vorvorgängers, Reinhard, war viel dichter. (Reinhard ist auch IWWIT-Rollenmodell, Anmerkung des Interviewers.) Manchmal ist es einfach nicht möglich, zu jedem Event zu fahren. Ich habe aber natürlich versucht, alle großen Veranstaltungen mitzunehmen. Insgesamt hat das sehr gut geklappt.

 

 
Mit der „PLAY SAFE PLEASE“-Kampagne bist du ja auch bundesweit präsent, ohne überall hinfahren zu müssen. Wie kam es dazu?
Ich bin gut befreundet mit Kim, dem Vice Mr. Rubclub. Der ist ja auch in diesem Monat mit mir und vielen anderen in der „Meisterlich!“-Anzeige von IWWIT zu sehen. Nachdem wir uns zur Wahl angemeldet hatten, haben wir uns hingesetzt und überlegt, was wir machen, wenn wir wirklich gewinnen. Schnell war uns klar, dass wir uns in der HIV-Prävention engagieren wollten. Kim ist ehrenamtlich mit dem Projekt Hein & Fiete in Hamburg unterwegs, die uns von Anfang an mit unserer Idee unterstützt haben. Als wir die fertigen Motive in Hamburg präsentiert haben, waren die Jungs von Hein & Fiete so begeistert, dass sie die Kampagne ihren Partnereinrichtungen manCheck in Berlin, CheckUp in Köln, Sub e.V. in München und AG36 in Frankfurt vorgeschlagen haben. So kam es, dass wir damit nun bundesweit vertreten sind.