Passend zum sportlichen Sommer präsentiert sich ein Teil unseres Kampagnenteams von seiner sportlichsten Seite. Sport ist kein Mord!
Das wussten nicht nur die alten Griechen, als sie 776 vor Christus die Olympiade erfanden, dass weiß auch unsere IWWIT-Mannschaft.
Sport hält gesund und verbindet - egal ob Sneakerfan, Glanzshort-Liebhaber oder „echte Sportskanone“. In unserem Team findet jeder seinen Platz.
Vielfältig aufgestellt, voller Energie, Power und mit viel Spaß ist die IWWIT-Mannschaft für Euch deutschlandweit auf den CSDs unterwegs,um über ICH WEISS WAS ICH TU, HIV und andere sexuelle Infektionen zu informieren.
Diese Aussage ist schon lange überholt! Sportliche Aktivitäten in Maßen helfen dir nicht nur, das körperliche Wohlbefinden zu steigern, sondern wirken sich auch positiv auf deine Psyche aus. Du fühlst dich ausgeglichener, attraktiver und gesünder. Regelmäßiges Ausdauertraining hat außerdem einen günstigen Einfluss auf das Gehirn, kann den Blutdruck senken und das Immunsystem stärken. Wichtig ist natürlich, dass du dir eine Sportart aussuchst, die gut zu dir passt. Dann wirst du sehen: Sport macht Spaß und ist gesund. Solange du es nicht übertreibst!
Beim Sport gibt es auch Risiken und Verletzungsgefahren, aber die Vorteile überwiegen. Bei einer Reihe von weit verbreiteten Krankheiten und Beschwerden wie Rückenschmerzen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und auch bei einer HIV-Infektion hat regelmäßige körperliche Aktivität einen beträchtlichen Nutzen. Sport hilft dir, deine Fitness und dein Immunsystem zu stärken.
Um Verletzungen und Gesundheitsschäden durch falsche Bewegungsabläufe zu vermeiden, lass dich im Zweifel von einem professionellen Trainer anleiten – zum Beispiel im Fitnessstudio oder im Sportverein. Achte auch auf die richtige Ausrüstung. Gute Sportschuhe schützen deine Gelenke vor zu heftiger Belastung. Lass dich im Fachgeschäft beraten! Vor dem Sport solltest du dich gründlich aufwärmen, sonst kann es zu Schäden an den Bändern und Sehnen oder Muskelfaserrissen kommen. Gönne deinem Körper dann regelmäßige Ruhepausen zur Erholung. Wichtig ist auch, nach dem Sport die beanspruchten Muskeln zu dehnen.
Als Anne Momper, die Frau des damaligen Regierenden Bürgermeisters von Berlin Walter Momper, 1990 Öffentlichkeitswirksam mit Positiven schwimmen ging, war das ein handfester Skandal, aber auch ein erster Schritt dazu, dass viele Negative heute Positive nicht mehr als Bedrohung, sondern höchstens noch als sportlichen Konkurrenten wahrnehmen.
Für HIV-Positive gilt genau, was für alle anderen schwulen Männer gilt: Sport ist gesund, denn Sport hat eine positive Wirkung auf das Immunsystem. Dadurch, dass die Körpereigenen Abwehrkräfte gestärkt werden, sinkt die Anfälligkeit für bestimmte Infektionserkrankungen, wie beispielsweise Grippe, teilweise lassen sich die Nebenwirkungen einer Kombitherapie minimieren und gut für die Laune und das Sozialleben des Sporttreibenden ist er auch noch: Solange man es nicht übertreibt macht sportliche Betätigung Positive mobil, fröhlich, schafft Selbstvertrauen durch Erfolgserlebnisse - und macht in vielen Fällen sogar schöner.
Leistungssportler müssen ihre Karriere wegen einer HIV-Infektion heute nicht mehr beenden – siehe NBA-Superstar Magic Johnson oder Olympiasieger Greg Louganis - , allerdings sollte man sich als HIV-Positiver bei sportlicher Betätigung keinem Leistungsdiktat unterwerfen und regelmäßig mit seinem Arzt darüber reden, wie viel oder wie wenig sportliche Betätigung gerade gut für einen ist.
Sport ist als der Mittel der Prävention heute eine Zweibahnstraße: Nicht nur ist er gut für Positive, auch Negative lernen HIV-Infizierte Menschen bei gemeinsamer sportlicher Betätigung als leistungsfähige, ihnen ebenbürtige Menschen kennen, mit denen man viel Spaß haben kann.
Informationen darüber, welche Sportvereine in denen Positive und Negative zusammen trainieren es in deiner Nähe gibt oder auch Angebote, die nur Positiven offen sind, vermittelt jede Aidshilfe oder HIV-Beratungsstelle gern. Und auch die meisten Schwerpunktärzte helfen einem bei dieser Frage kompetent weiter.
Manche Sportler versuchen, durch die Einnahme von Anabolika den Muskelaufbau zu steigern. „Anabol“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „aufbauend“. Die bekannteste Form von Anabolika sind künstlich hergestellte Hormone (Steroide), die in ihrer Struktur dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron ähneln. Desweiteren werden sogenannte Beta-2-Sympathomimetika zum Muskelaufbau eingesetzt. Manche Sportler nehmen auch Wachstumshormone ein, die sonst in der Viehzucht eingesetzt werden.
Wenn du mit dem Gedanken spielst, Anabolika welcher Art auch immer zu nehmen, dann informiere dich gut zum Beispiel bei einem Facharzt darüber, und renn nicht blauäugig ins Abenteuer – nur die dicken Oberarme vor Augen! Zunehmend wird in medizinischen Fachzeitschriften über Nebenwirkungen und Gesundheitsschäden berichtet. Dazu gehören zum Beispiel Akne, Gewichtszunahme durch vermehrte Wassereinlagerung im Gewebe, Schädigungen des Herz-Kreislauf-Systems, Leberschäden und die Vergrößerung der Brust, möglicherweise auch psychische Folgen.
Viele Schwule haben in ihrer Schulzeit ein gestörtes Verhältnis zum Sport entwickelt. Zum Glück gibt’s heute in vielen Städten schwule oder schwul-lesbische Sportvereine, in denen du die alten Ängste und Vorbehalte überwinden kannst. Denn Sport kann unter Gleichgesinnten doch Spaß machen! Plötzlich klappt es, einen Ball zu fangen oder zu werfen und niemand wird wegen seines Laufstils gehänselt. Und Körperkontakt während des Spiels und das Duschen nach dem Schwitzen werden nicht zur peinlichen Nummer. Hier kann man(n) ganz unbeschwert schwul sein. Also Trainingshose raus und ab zum Sport – das ist nicht nur gut für deinen Körper, sondern auch für deine sozialen Kontakte!
Und für den Fall, dass es unter der Dusche dann ganz heiß hergeht, haben wir noch ein paar Safer-Sex-Tipps.