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Einführung

  1. Von „Jeder wie er will“ zu „Voll die Krise?!

  2. Seelische Gesundheit und Safer Sex

  3. Kein Tabu

  4. Was kann ich tun?

  1. Von „Jeder wie er will“ zu „Voll die Krise?!“
    Mit unserer Kampagne „Jeder wie er will. Für mehr Akzeptanz in der Szene.“ haben wir den Umgang miteinander in der Community thematisiert. Der ist nicht immer gut und so können Ausgrenzung und Diskriminierung psychisch krank machen und zum Beispiel zu Depression oder Alkoholsucht führen.
  2. Seelische Gesundheit und Safer Sex
    Psychische Belastungen können manchmal auch weitergehende Folgen haben: Sie können sich auch auf das eigene Safer-Sex-Verhalten auswirken, weil man sich in einer bestimmten Phase selbst nicht viel wert fühlt.
  3.  Kein Tabu
    Wir wollen Schlaglichter auf einige psychische Erkrankungen und Süchte werfen und darüber sprechen. Oftmals ist das Reden über seelische Probleme noch mit einem Tabu behaftet – besonders bei Männern. Neben den individuellen Geschichten findest du hier auch Links zu Selbsteinschätzungstest zu Depression, Alkoholismus und Essstörungen.
  4. Was kann ich tun?
    Diese Seite soll einen Anstoß bieten, über das eigene Wohlbefinden nachzudenken. Wenn sich zeigt, dass etwas „nicht stimmt“ – es eben gerade „Voll die Krise!“ gibt, werden hier weiterführende Beratungsangebote in Deutschland genannt.
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Thilo und sein Leben mit der Depression

Thilo ist HIV-positiv und hatte eine Depression. Inzwischen ist sie überstanden. In der Reportage erfahrt ihr, wie er aus der Krise kam und wie es ihm heute geht. 

HIV-positiv“ – viele Menschen fallen nach dieser Diagnose in ein tiefes Loch. Thilo nicht. Er bekam Lust, sich ein Tattoo stechen zu lassen. „Die Diagnose hat mich anfangs nicht so beschäftigt“, berichtet der Brandenburger, „obwohl ich damals damit gerechnet habe, nur noch fünf bis sechs Jahre zu leben.“ 1997 waren zwar schon wirksame HIV-Medikamente auf dem Markt, aber die Therapien waren noch nicht so weit verbreitet wie heute.

Dass er an Depressionen leidet, hat Thilo erst vier Jahre später erfahren, als sein Körper zu streiken begann. Es lief nichts mehr, zumindest nicht auf dem Klo. Blase voll, Nierenschmerzen – aber es kam kein Tropfen.
Nach Wochen mit etlichen Arztbesuchen, einem Krankenhausaufenthalt sowie dem Legen und Ziehen eines Dauerkatheters nahm die Blase langsam tröpfelnd ihren Dienst wieder auf, vorerst nur „mit viel Ruhe und Meditationsübungen“. Offizielle Diagnose: autonome Neuropathie (Nervenerkrankung) der Blase mit unklarer Ursache – und eine schwere Depression.

Vier Jahre lang hatte Thilo seine HIV-Infektion einfach hingenommen. Aber mit dem Harnverhalt war ein Punkt erreicht, an dem die Zweifel wie eine Welle über ihm zusammenbrachen. „Du stellst dir die Sinnfrage“, berichtet Thilo: „Warum eigentlich ich?“ Es begann der typische Sorgenkreislauf einer Depression. „Deine Gedanken sind wie in einem Kreisverkehr“, versucht Thilo die Krankheit zu beschreiben. „Du findest keinen Ausgang mehr, in keiner Richtung, weder um zu frühstücken noch um ins Kino zu gehen. Ich hatte meist das Gefühl: Dann mache ich lieber gar nichts, es hilft ja eh alles nichts.“

Mithilfe einer Gesprächstherapie bei einer Psychotherapeutin gelang ihm der Ausbruch aus diesem Teufelskreis. „Allein drüber zu reden hat schon vieles erleichtert“, sagt Thilo. „Beim Sprechen konnte ich mich selbst noch einmal in Ruhe mit den Themen auseinandersetzen und Dinge entdecken, die das Leben erträglicher machen.“ Ebenfalls hilft es Thilo, dem Alltag eine Struktur zu geben. „Man muss sich kleine Ziele für den Tag stecken, die man einhalten kann – nur nicht von der einen Sofaecke in die andere rutschen!“

Zu dieser Struktur gehört es, gemeinsam mit seinem Mann René pünktlich aufzustehen, um ihre Schafe zu füttern. Und die Hühner. 50 Stück haben die beiden, sie sind sogar Mitglieder im Geflügelzüchterverein der Nachbarstadt Neustadt (Dosse). Seit einigen Jahren leben sie zu zweit auf dem Land in Brandenburg. Weitere Stationen in ihrem Tagesablauf: Frühstücken, mittags Kaffee und ein Stück Kuchen, abends was Warmes. Kurz: die Mahlzeiten einhalten.

Thilo und Depression
Um das Gleichgewicht zu halten oder gar zu verbessern, hat Thilo sich psychotherapeutische Unterstützung von der Krankenkasse eingefordert. „Es ist gut, wenn jemand dauerhaft von außen draufschaut“, sagt er. „Der entdeckt auch Dinge, die Angehörige nicht sehen können oder nicht sehen wollen.“

Zu Thilos Leben gehört auch, dass er sich ehrenamtlich bei der Präventionskampagne ICH WEISS WAS ICH TU engagiert. Zudem wurde er im Mai 2014 in den Gemeinderat von Sieversdorf gewählt, mit den drittmeisten Stimmen. „Dafür dass wir erst zugezogen sind, ist das echt viel“, freut sich Thilo. Überhaupt ist 2014 ein gutes Jahr: Gesundheitlich geht es Thilo immer besser, so dass er für sich den Entschluss gefasst hat: Rente ist keine Einbahnstraße. Gemeinsam mit seinem Arbeitgeber, bei dem er freigestellt als Betriebsrat beschäftigt ist, hat er geschaut, welche Alternativen es gibt. Möglich wurde eine komplett neue Stelle als Hauswirtschaftskoordinator und Beauftragter der Geschäftsführung für Arbeitssicherheit, statt geringfügig, nun 33 Prozent einer Vollzeitstelle. Pläne für 2015 gibt es auch schon, denn dann ist eine Qualifizierung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit vorgesehen. Und eine Aufstockung der Stelle, kann sich Thilo heute auch schon vorstellen. Es geht also bergauf!

Trotzdem muss Thilo auch immer wieder Kraft tanken, indem er sich positive Erlebnisse ins Gedächtnis ruft. Eine dieser schönen Erinnerungen: Thilos und Renés Hochzeit in der Kirche ihres brandenburgischen Heimatdorfes vor vier Jahren.

Der Gemeindekirchenrat hatte einmütig beschlossen, dass auch zwei Männer Anspruch auf einen Traugottesdienst haben. „Fast 150 Gäste waren da“, erzählt Thilo, die eine Hälfte eingeladen, die andere neugierige Nachbarn aus dem Dorf. Zum Glück hatten wir genügend Kuchen bestellt.“ Dann überlegt er kurz und sagt: „Die Hochzeit und die acht gemeinsamen Jahre mit René, das sind definitiv positive Erlebnisse.“

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Wie ein Burn-out Renés Leben veränderte

Im Interview spricht er über die Überlastung, den Alltag in der Tagesklinik und die Auszeiten, die er sich heute gönnt.

René, du hattest 2010 ein Burn-out. Was war der Grund dafür?

Mein Burn-out kam durch den Job: ich war absolut unzufrieden auf der Arbeit und hatte gleichzeitig so viel zu tun, dass es für drei gereicht hätte.

Was waren die Anzeichen dafür, dass etwas nicht stimmte?

Da gab es viele: Nachts konnte ich nicht schlafen, weil die Gedanken kreisten. Tagsüber war ich total müde, sodass ich unkonzentriert war und nicht mehr viel schaffen konnte. Zudem hatte ich auch Migräneanfälle oder Schwindelattacken  mit dem Gefühl, gleich in Ohnmacht zu fallen.

Kraft tanken im nahgelegenen Park
Und wenn du nicht beim Job warst …?

Mein Privatleben bestand eigentlich nur darin, auf der Couch zu liegen und zu versuchen, Schlaf zu bekommen. Ich hab mich auch von meinen Freunden komplett abgeschottet.

Ab wann war klar: So geht’s nicht weiter?

Das war erst mal gar nicht so klar. Von den ersten Anzeichen bis zu dem Punkt, wo ich mir sagte, „Jetzt muss was passieren!“, sind eineinhalb Jahre vergangen. Ich bin also eineinhalb Jahre durch die Gegend gewandelt wie ein Zombie. Ich wollte und konnte einfach nicht mehr. Aber ich wollte meine Kraft zurückhaben. Ich wollte wieder „ich“ sein …

Wie hast du das geschafft?

Irgendwie hab ich da ganz logisch gedacht: Welche Möglichkeiten habe ich bei mir in der Nähe? Ich bin dann durchs Internet gesurft und habe nach „Psychologe“ und „Psychiater“ und „Einrichtungen Burn-out“ gesucht.

Und dann?

Habe ich bei einer psychiatrischen Institutsambulanz angerufen, um ein Erstgespräch zu vereinbaren. Ich hatte alle meine Hoffnungen darauf gesetzt. Und war nach dem Gespräch auch richtig erleichtert. Vorher dachte ich noch, die sagen jetzt „Sie sind verrückt“ oder so was.

Im ersten Gespräch wurden mir dann die Möglichkeiten aufgezeigt, die für mich in Frage kamen: Das ging von einer Gesprächstherapie über eine Akutklinik bis hin zu Psychopharmaka. Vor den Pillen hatte ich am meisten Schiss. Nach einem zweiten Gespräch eine Woche später war klar, ich will in eine Tagesklinik. Und eine weitere Woche später war klar: ich nehme auch Pillen.

Was hast du in der Tagesklinik gemacht?

Wie der Name schon sagt, war ich tagsüber in dieser Einrichtung und wurde dort betreut. Zunächst ging es darum, sich und seinen Alltag wieder zu strukturieren. Wir haben zum Beispiel gemeinsam gefrühstückt und zu Mittag gegessen – inklusive der Küchendienste. Oder wir haben Ausflüge oder Sport gemacht. Dann gab es eine Gesprächstherapie und eine Kunsttherapie, in der ich angefangen habe, zu malen.  

Ab wann hast du gemerkt, dass es wieder bergauf geht?

Das ging nicht von heute auf morgen. Aber nach drei bis vier Wochen in der Klinik merkte ich, es passiert etwas. Die Tabletten wirkten und ich hatte das Gefühl, ich bin nicht alleine. Es gibt andere, denen es so scheiße geht wie mir.

Und so ging es Schritt für Schritt weiter. Nach 11 Wochen in der Tagesklinik fand eine stufenweise Wiedereingliederung in meinen Job statt. Parallel habe ich einen Reha-Antrag gestellt, um meine Psyche dauerhaft zu stabilisieren. Nach zwei Monaten Reha wurde vieles anders: Ich habe meinen alten Job gekündigt, habe angefangen, Sozialpädagogik zu studieren, und bin dafür auch in eine andere Stadt gezogen.

Wie geht’s dir heute?

Mir geht’s gut! Und ich bin irgendwie auch etwas froh über diese Erfahrung. Klar, ich weiß nicht, wie mein Leben aussehen würde, wenn mir das Ganze nicht passiert wäre.

Für mich hat sich auf jeden Fall viel verändert. Ich hab nicht nur ein neues Studium begonnen, ich habe heute auch eine andere Sichtweise auf Geld oder Statussymbole. Klar gönne ich mir auch was, aber das bedeutet mir heute weniger als früher. Insgesamt war der Burnout einschneidend. Heute sage ich, es ist nicht schlechter als vorher, es ist anders.

Was hilft dir im Alltag?

Auf seinem Balkon findet René Ruhe und Kraft
Freunde sind total wichtig. Auch wenn ich mich erst von allen Freunden zurückgezogen habe, hab ich im gesamten Prozess doch gesehen, wer ist da und versucht, eine Stütze für mich zu sein. In der Tagesklinik habe ich auch zwei Leute kennengelernt, denen es genauso dreckig ging wie mir. Wir haben uns gleich super verstanden. Da war absolutes Vertrauen, die konnten nachvollziehen, wie es mir geht. Da war sofort eine gute Freundschaft – und die besteht immer noch.

Was mir auch gut tut ist die ehrenamtliche Arbeit, unter anderem für ICH WEISS WAS ICH TU. Das gibt mir Struktur und ich bin gleichzeitig raus aus dem Alltag. Und ich höre viel mehr auf mich und meine Signale als früher.

Was heißt das?

Ich geh auf meine Bedürfnisse ein. Ich nehme mir Auszeiten, wenn ich sie brauche. Dann fahr ich eine Stunde mit dem Fahrrad oder setz mich mit einem Buch in den Park oder stell einfach mal das Handy aus. Früher wär ich mit Freunden rausgegangen, auch wenn ich keinen Bock drauf hatte. Das mach ich heute nicht mehr.

Warum redest du so offen über deine Geschichte?

Weil es ein Tabuthema ist, obwohl es keins sein sollte. Wenn man sich ein Bein bricht, geht man zum Arzt. Und psychische Erkrankungen lassen sich auch behandeln. Trotzdem hört man immer noch Sprüche wie „Das geht schon wieder!“, „Das ist nicht so schlimm!“ oder „Ich bin ja keine Memme!“ So eine Einstellung kotzt mich an. Denn für psychische Probleme braucht sich keiner zu schämen.

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Franz

Freunde machen stark. Ein Beispiel von Franz:

Wer ein starkes soziales Umfeld besitzt, hat nachweislich weniger psychische Probleme. Franz beweist das mit der Selbsthilfegruppe MännerXundheit eindrücklich.

Geschäftiges Treiben herrscht in der Küche des AWO-Zentrums für Aids-Arbeit Schwaben in Augsburg. Es blubbert in den Töpfen, Teller klappern, Besteck und Gläser scheppern aneinander. Fast alle Mitglieder der Selbsthilfegruppe MännerXundheit sind da und bereiten ihr gemeinsames Essen vor. „Wenn wir kochen, ist immer am meisten los“, erklärt Franz. „Aber auch sonst wird’s bei uns nicht langweilig.“ Was das heißt, wird deutlich, wenn man sich das weitere Programm der Gruppe anschaut: Man(n) trifft sich jeden Dienstag zum Bowlen, Schwimmen, Ins-Kino-Gehen – oder eben, um gemeinsam zu kochen. Darüber hinaus macht die Gruppe regelmäßig Ausflüge nach München, zum Beispiel zum Oktoberfest oder zu interessanten Veranstaltungen und Vorträgen im SUB, dem Schwulen Kultur- und Kommunikationszentrum oder  bei weiteren Präventionseinrichtungen

Nordic Walking hält fit und schweißt zusammen

Die 16 Teilnehmer – schwule HIV-positive Männer im Alter zwischen 26 und 76, mit und ohne Partner  – haben eines gemeinsam: Alle hatten sich an einem bestimmten Punkt im Leben zurückgezogen und suchen nun wieder Anschluss, allerdings in einem geschützten Rahmen. Die regelmäßigen Gruppenabende sind für die Teilnehmer so wichtig, dass 90 Prozent von ihnen regelmäßig kommen. Die Ausgangslage der Männer ist dabei vielfältig. Depressionen, Angst vor Menschenansammlungen, Zukunfts- oder Beziehungsängste: Viele wollen gar nicht erst in die Situation kommen, jemandem von sich und ihrem Status erzählen zu müssen. „Einige hatten schon verlernt, frei für sich zu leben. In der Gruppe merken sie nun, dass es auch anders geht.“

Wie wichtig soziale Kontakte sind, weiß Franz aus eigener Erfahrung. Mitte der 90er Jahre ging’s ihm richtig dreckig. Da war er schon zehn Jahre HIV-positiv, und bei ihm bildete sich das Vollbild Aids heraus: Die Helferzellen waren auf 40 abgesunken, seine Viruslast lag bei 1,8 Millionen. „Die Ärzte hatten mir noch ein Jahr gegeben“, erzählt der heute 56-Jährige. Mit der Dreierkombination kam dann die Rettung, und auch sein Lebenswillen kehrte zurück. „Ich bin eben ein Stehaufmännchen. Ich konnte nicht akzeptieren, dass das schon alles gewesen sein sollte.“ Er begann sich ehrenamtlich beim AWO-Zentrum zu engagieren. Auch sein damals neuer Partner Helmut, mit dem er heute noch zusammen ist, gab ihm Kraft.

Gerade beim Essen wird es immer sehr gesellig
Helmut hat  vor zwei Jahren die Gruppe MännerXundheit aufgebaut. Franz begleitet ihn, so oft es geht, und kann viel aus seiner reichen eigenen Erfahrung beitragen – und Impulse geben, wie es trotz Krise weitergehen kann. „Bevor ich mich berappelt hatte, hatte ich so ziemlich alles durch, was man als Positiver erleben kann“, so Franz. „Auch bei mir hat es gedauert, bis alle Vernarbungen verheilt waren.“

Die ehrenamtliche Arbeit in der Gruppe, die er neben seiner geringfügigen Beschäftigung als Berater für Sozial- und Rentenrecht im AWO-Zentrum leistet, verschafft ihm tiefe Befriedigung: „Ich bin gern für jemanden da – wenn ich sehe, der kann damit was anfangen.“ Auch in seiner Gruppenarbeit setzt er ganz auf praktische Hilfestellungen: „Wichtig ist, dass es mehrere Möglichkeiten gibt, zum Beispiel Schwimmen gehen, Yoga machen oder Ausflüge unternehmen. So kann sich jeder der Männer das raussuchen, was für ihn machbar ist.“ Niemand wird dabei „bearbeitet“, Druck wird vermieden.

Die Möglichkeit, Probleme zu besprechen, gibt es natürlich auch. Vor allem aber soll der Zugang zum Leben wieder ermöglicht werden, mit und über Aktivitäten in der Gruppe. Die Teilnehmer tauen nach und nach auf, trauen sich wieder unter die Leute. Und sie werden selber wieder aktiv, vernetzen sich untereinander.

Ein Besuch beim Oktoberfest
So wie Martin*, ein recht junger Kerl, der sich total verkrochen hat, erzählt Franz. Irgendwann kam er aber doch in die Gruppe, auch wenn er sehr zurückhaltend war. Ein paar Monate später brachte er sich das erste Mal in die Gruppe ein – und das gleich mit einem richtig dreckigen Witz. Da waren erst mal alle platt. Heute ist Martin aktiv dabei. Wenn Franz ihn fragt, ob er einen anderen Teilnehmer abholen oder die Organisation für einen der gemeinsamen Ausflüge übernehmen kann, ist Martin gerne dabei. Sicher, er hat auch mal Tage, an denen er sich zurückzieht. „Aber die haben wir doch alle mal“, sagt Franz. „Wir sind da, wenn wir gefragt werden. Es ist fast so wie in einer Familie. Durch unsere regelmäßigen Treffen hat sich ein tiefes Gefühl von Vertrauen und Verständnis füreinander aufgebaut.“
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Trifft das auf dich zu? Drei Selbsttests zum Thema:

  1. Alkohol
  2. Essstörung
  3. Depression

Trinke ich zu viel? Haben mich Freunde schon mal gefragt, warum ich so viel Bier trinke? Brauch ich morgens einen Drink, um fit zu werden? Um diese und viele weitere Fragen geht es bei unserem Selbsttest zum Alkoholkonsum:

http://www.kenn-dein-limit.de/selbst-tests/alkohol-selbst-test/

  • Ein Selbsttest ersetzt nicht den Arztbesuch! Früherkennung und eine professionelle Behandlung können körperliche und seelische Folgen eingrenzen.

Eine Reportage:
70, schwul und trocken: Horst über sein Leben als Alkoholiker.

Zähle ich ständig Kalorien? Mache ich regelmäßig Diäten? Bin ich zufrieden mit meinem Gewicht? Um diese und viele weitere Fragen geht es bei unserem Selbsttest zum Essverhalten:

http://www.dick-und-duenn-berlin.de/

  • Ein Selbsttest ersetzt nicht den Arztbesuch! Früherkennung und eine professionelle Behandlung können körperliche und seelische Folgen eingrenzen.

Hast du dich in den letzten zwei Wochen so gut wie nie ausgeruht, entspannt, aktiv und froh gefühlt? Das könnten Anzeichen für eine Depression sein – füll doch mal diesen Fragebogen zum Wohlbefinden aus:

http://www.psykiatri-regionh.dk.pdf

  • Ein Selbsttest ersetzt nicht den Arztbesuch! Früherkennung und eine professionelle Behandlung können körperliche und seelische Folgen eingrenzen.

11 % der Schwulen

berichten über
psychische Probleme.

Wer gute Freunde hat,

hat weniger
depressive Symptome.

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Beratungsstellen in Deutschland

Wer professionelle Unterstützung sucht, findet auf der Deutschlandkarte Beratungsstellen für Schwule. Weitere Anlaufstellen sind die regionalen AIDS-Hilfen. Zudem gibt es hier noch eine Übersicht mit lesbischen Therapeutinnen und schwulen Therapeuten.