Die besten queeren Filme der Berlinale ausgezeichnet

Für seinen Film „Keep the Lights on“ erhielt US-Regisseur Ira Sachs am Freitagabend den Teddy Award. Der weltweit einmalige Filmpreis wurde im Rahmen der Berliner Filmfestspiele zum 26. Mal verliehen.

Teddy-Gewinner "Keep The Lights On"

Über ein Jahrzehnt hinweg verfolgte Filmemacher Ira Sachs die leidenschaftlichen, aber auch von gegensätzlichen Erwartungen, von Drogen und anderen Abhängigkeiten bestimmten Beziehungen zweier schwuler Männer in New York. Die international besetzte Jury hatte „Keep the Light on“ zum besten queeren Spielfilm der Berliner Filmfestspiele 2012 gewählt.

Im Rahmen der Gala in der Abflughalle des Flughafen Tempelhof wurde auch „Loxoro“ von Claudia Llosa als bester Kurzfilm und „Jaurès“ des französischen Regisseurs Vincent Dieutre mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet. Die Leser des Berliner schwul-lesbischen Stadtmagazins „Siegessäule“ wiederum hatten den serbisch-bosnischen Spielfilm „Parada“, eine grelle Satire um die Ausschreitungen anlässlich des Gay Pride 2010 in Belgrad, zu ihrem Favoriten erkoren.

Dem brutalen Mord an dem ugandischen Schwulenaktivisten David Kato im Jahr 2011 und der politischen, christlich-religiösen und medialen Vorbereitung des Verbrechens geht „Call Me Kuchu“ der Filmemacherinnen Katherine Fairfax Wright und Malika Zouhali-Worrall nach. Der Film wurde mit dem Teddy Award für den besten Dokumentarfilm prämiert.

In ihrer Dankesrede erinnerten die Regisseurinnen daran, dass die LGBT-Community in Uganda mehr denn je internationale Unterstützung benötigt, seit in der vergangenen Woche erneut ein Antrag auf ein Anti-Homosexuellen-Gesetz ins Parlament eingebracht wurde. Durch ein solches Gesetz werde in dem afrikanischen Staat nicht nur die HIV-Prävention unmöglich gemacht, sondern jegliches schwules und lesbisches Leben durch Gefängnisstrafe bedroht.

Arte zeigt heute, am 18. Februar ab 23.25 Uhr einem 95-minütigen Zusammenschnitt der Teddy Awad Gala, unter anderem mit den Showauftritten von Peaches, Stereo Total und Marianne Rosenberg. Nach der TV-Ausstrahlung ist die Verleihung auch online abrufbar: www.teddyaward.tv

(sho)

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