Angststörung

Angst ist gut. Sie ist ein Warnsignal der Seele: Achtung, gleich kann was passieren! In manchen Fällen aber nimmt die Angst überhand und lähmt den kompletten Körper. Solche Angststörungen sind weit verbreitet, aber gut zu behandeln.

Jeder hat mal Angst, Anlässe gibt es genug: Ist mein Job sicher? Will sich mein Freund von mir trennen? Pöbeln mich die besoffenen Männer gleich an, weil ich zu schwul aussehe? Angst ist Alltag. Meist geht sie nach kurzer Zeit vorbei. Manchmal aber bleibt sie über Wochen. Sie raubt dir den Schlaf. Du hast Panikattacken, dein Herz rast. Angststörungen sind wie eine defekte Alarmanlage, die immer wieder anspringt, obwohl keine Gefahr droht. Von Angststörungen spricht man, wenn die Ängste den Alltag stark einschränken. Folgende Merkmale können auf eine Angststörung hindeuten:

  • Du fühlst dich ständig ruhelos und angespannt oder bist dauernd ungeduldig.
  • Du wirst schnell müde.
  • Du kannst dich nur schwer konzentrieren und hast Gedächtnislücken.
  • Du lässt dich leicht reizen.
  • Du hast Schlafstörungen.
  • Du hast Panikattacken: plötzliches Herzrasen, Atemnot, Schwindel.

Angst tritt oft mit anderen psychischen Problemen auf. Zwei von drei Angstpatienten leiden auch unter Depressionen. Viele Männer betäuben ihre Ängste mit Alkohol. Selbst Fachleute können nur schwer feststellen, welches Problem ursächlich ist. Entscheidend ist: Angststörungen kann man gut behandeln. Der Gegenpol zur Angst ist Entspannung. Die kannst du trainieren, zum Beispiel mit Meditation oder Atemübungen. Vielen Menschen hilft eine Art Mantra, das sie sich immer wieder vorsagen. Zum Beispiel: „Alles wird gut. Du bist supergeil.“

Wenn deine Angst über Wochen anhält, solltest du professionellen Rat suchen. Eine erste Einschätzung kann dein Hausarzt vornehmen. Die Fachärzte für Angsttherapien sind Psychotherapeuten und Psychiater. Auf der Website angstselbsthilfe.de findest du weitere Informationen von Betroffenen. Dort gibt es auch die Möglichkeit einer Angst-Beratung per E-Mail.