Stress

Positiver Stress spornt an und macht glücklich. Negativer Stress dagegen lähmt und schadet der Gesundheit. Vier Leitsätze helfen dir, Stress auf ein gesundes Maß zu begrenzen.

Positiven Stress fühlst du, wenn du beim Laufen ab Kilometer zehn noch mal so richtig aufdrehst. Oder wenn du in der Sauna einen geilen Mann siehst. Dann schlägt dein Herz dir bis zum Hals, alle Muskeln sind angespannt. Negativer Stress entsteht, wenn du dich einer Situation nicht gewachsen fühlst. Was als Stress empfunden wird, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Der eine wird nervös, wenn ständig das Telefon klingelt, der andere kann es kaum aushalten, wenn sich stundenlang keiner meldet.

Stress zu vermeiden, ist nicht einfach. Die beruflichen und gesellschaftlichen Anforderungen sind hoch. Bei Schwulen kann der „Minderheitenstress“ dazukommen, wenn sie im Alltag mit Homophobie konfrontiert werden. Diese Anzeichen können auf chronischen negativen Stress hindeuten:

  • Magenschmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsstörungen, leichte Reizbarkeit
  • Lustlosigkeit, auch beim Sex

Sobald du eine Situation „im Griff“ hast, sinkt der Stresslevel. Bei der Suche nach der Balance zwischen Spannung und Entspannung können folgende vier Leitsätze helfen:

  1. Ordnung halten: Bring Ordnung in dein Leben. Teile deine Aufgaben in kleine Schritte ein, dann überfordern sie dich nicht. Setze Prioritäten und konzentriere dich auf eine Aufgabe. Mach dir schriftliche Tages- und Wochenpläne – so kannst du besser sehen, ob du dir zu viel auflädst.
  2. Stress abbauen: Verzichte nicht auf Pausen. Gerade in stressigen Situationen sorgen sie für den nötigen Ausgleich. Sport und Bewegung helfen, Adrenalin abzubauen. Auch Entspannungstechniken wie Yoga oder progressive Muskelentspannung wirken gut. Pflege deine Hobbys. Triff dich mit Menschen, die du magst.
  3. Freizeitstress vermeiden: Auch das Privatleben kann stressen. Du willst Freunde nicht enttäuschen, keine Party verpassen und auch noch bei Facebook posten. Achte drauf, dass du dir deine Freizeit nicht vollladest. Plane genug Zeit zum Schlafen ein. Begrenze die Zeit, in der du auf Datingportalen bist.
  4. Gefühle respektieren: Oft entsteht Stress durch zu hohe Ansprüche. Steck dir realistische Ziele. Akzeptiere Rückschläge und Enttäuschungen, sie gehören dazu. Finde heraus, was dich besonders stresst. Dann kannst du diese Situationen vermeiden oder zumindest besser managen.

Wenn du oft gestresst bist, lass dich beraten. Fast alle Krankenkassen geben im Internet Tipps zur Stressbewältigung, zum Beispiel die AOK, die Barmer oder die TKK.