Pro Protest: Auf nach Schöneberg!

Der Lesben- und Schwulenverband ruft für Samstag zu Protesten gegen die migranten- und schwulenfeindliche Organisation „Pro Deutschland“ auf.

Soll ein Symbol für Freiheit bleiben: das Schöneberger Rathaus

„Pro Deutschland“ hält am Samstag im Rathaus Schöneberg in Berlin einen Bundesparteitag ab. Die rechtspopulistische Vereinigung äußert sich immer wieder aggressiv gegen Migranten und hetzt auch gegen Schwule und Lesben.

Deswegen ruft der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) e.V. zusammen mit anderen Organisationen, darunter SPD und Linkspartei, zu Protesten auf. Am Samstag um 12 Uhr werden mehrere Tausend Demonstranten vor dem Rathaus Schöneberg erwartet.

Dafür gibt es wirklich jeden Grund: Auf der Homepage von „Pro Berlin“, das zu „Pro Deutschland“ gehört, vertritt einer der führenden Köpfe der Vereiniung den Standpunkt, Berlin müsse von Schwulenparaden „gesäubert“ werden. Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) gehöre wegen seiner Homosexualität aus dem Roten Rathaus „verbannt“. Fazit des Textes: „Berlin darf nicht Sodom und Gomorrha werden. Denn darunter leiden letztlich wir alle.“

Jörg Steinert, Geschäftsführer des LSVD Berlin-Brandenburg erklärt: „Pro Deutschland bewegt sich mit seinen gesellschaftlichen Vorstellungen außerhalb des in einer Demokratie erstrebenswerten Meinungsspektrums. Auch für Ausländerhass, versteckt unter dem Deckmantel der Islamkritik, gibt es die rote Karte in unserer Stadt!“

„Pro Deutschland“ ging 2005 aus der rechtspopulistischen Kölner Bürgerinitiative „Bürgerbewegung pro Köln“ hervor, die bei den letzten Stadtratswahlen 5,4 Prozent aller Stimmen erhielt. „Pro Deutschland“ will 2011 auch bei den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus antreten.

(Paul Schulz)

Samstag, 17.7., 12 Uhr, Schöneberger Rathaus, John-F.-Kennedy-Platz (U-Bahnhof Rathaus Schöneberg)
 

Mehr Infos und eine Wegbeschreibung gibt es auf der Seite des LSVD

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