In seinem Debütroman „Guapa“ erzählt Saleem Haddad vom Leben eines jungen arabischen Schwulen zwischen Revolution und Resignation, Scham und Selbstbehauptung.
Was Berlin über die Landesgrenzen hinaus für LGBT so attraktiv und anziehend macht, hat sich nicht über Nacht entwickelt. Wie sich das Leben für die Schwulen nach Kriegsende in der geteilten Stadt darstellte, zeigt Jochen Hick in seinem neuen Film “Mein wunderbares West-Berlin“.
Auch an Freiheiten muss man sich erst gewöhnen. Zum Beispiel daran, „einfach ich zu sein. Ohne Tarnung“. In Litauen war es Algis gewohnt, bestimmte Regeln zu befolgen: „Du kannst nicht über alles reden. Manchmal musst du deine Freunde meiden."
Der politische Diskurs hat sich deutlich nach rechts verschoben, Hetze gegen Flüchtlinge, Homo- und Transphobie und Antifeminismus ist salon- und talkshowfähig geworden – Zeit, sich dem entschieden entgegenzustellen, meint Elmar Kraushaar
Ibrahim ist 29 Jahre alt und schwul. Im November 2015 flüchtete er aus seiner Heimat Beirut nach Köln. Doch statt der lang ersehnten neuen Freiheit erwarteten den Queer-Aktivisten zunächst ein homophobes Umfeld in der Fluchtunterkunft und teils rassistische Ressentiments in der schwulen Community. Immer wieder Mehr lesen
Als ich neulich so über mein Leben nachdachte, kam mir plötzlich eine Frage in den Sinn: Bin ich eigentlich ein glücklicher Schwuler?
Mein überanalytischer Verstand konnte mir darauf nicht sofort eine klare Antwort geben. Also machte ich mich auf die Suche nach Hinweisen und nahm dazu meine schwulen Freunde unter die Lupe. Man sagt ja, dass man sich in den Leuten widerspiegelt, mit denen man sich umgibt. Und siehe da, ich entdeckte ein Muster ...
Schon seit seinen Studentenzeiten ist Georg Roth politisch aktiv und hat unter anderem die Schwulenbewegung der 70er- und 80er Jahre mit geprägt. Seitdem hat sich viel verändert, doch ruhiger ist es um den 65-Jährigen auf keinen Fall geworden. Heute kümmert er sich intensiv um die Belange von älteren Schwulen und Lesben.
Mahmoud flieht vor dem syrischen Bürgerkrieg und landet schließlich in Deutschland. Als bekannter schwuler Aktivist bekommt er schnell Asyl. Hier erzählt er, warum er sich im Berliner Flüchtlingsheim hilfloser fühlte als in Assads Geheimgefängnis.
Als ob die riskante, oft wochenlange Flucht nicht schon belastend genug wäre, sind insbesondere schwule Flüchtlinge in den Sammelunterkünften immer wieder homophoben Anfeindungen oder sogar gewalttäigen Übergriffen durch ihre Mitbewohner ausgesetzt.