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Drei Mal Schutz vor HIV

  1. Ficken nur mit Kondom
  2. Blasen: Raus bevor’s kommt
  3. Schutz durch Therapie
1) Ficken nur mit Kondom

Das Risiko einer HIV-Übertragung beim Analverkehr ohne Kondom ist für beide Partner hoch, denn HIV kann auch ohne Blut und Sperma über die Schleimhäute von Schwanz und Darm übertragen werden. Kondome schützen vor HIV.

2) Blasen: Raus bevor’s kommt

Verglichen mit Analverkehr ist das HIV-Risiko beim Blasen niedrig. Wichtig: Nicht im Mund abspritzen. Der Lusttropfen enthält nur wenige Viren, hier besteht keine Gefahr.

3) Schutz durch Therapie

Eine weitere Möglichkeit, die aber nur funktioniert, wenn einer der Partner positiv ist und seine HIV-Therapie dauerhaft gut wirkt. In diesem Fall schützen seine Medikamente den negativen Partner vor einer HIV-Übertragung - genauso zuverlässig wie Kondome. Denn die Medikamente sorgen dafür, dass sich so gut wie keine HI-Viren mehr in Körperflüssigkeiten und Schleimhäuten befinden. Wichtig: Sich informieren und Reden ist angesagt, und es gehört Vertrauen dazu. Nur so können beide Partner gemeinsam eine Entscheidung fällen. Denn es sind ein paar Bedingungen zu beachten. Ausführliche Informationen findest du hier.

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Kondome schützen. Wenn man sie richtig benutzt.

Mit einem Kondom schützt du dich vor HIV und senkst das Risiko von sexuell übertragbaren Infektionen (STIs). Wichtig: Gummi beim Auspacken nicht beschädigen. Auf den steifen Schwanz gehört immer nur ein Gummi – mehrere übereinander scheuern und gehen schneller kaputt. Lieber mehr Gleitgel nehmen als zu wenig. Für jeden Partner ein neues Kondom verwenden – sonst gibst du vielleicht Erreger von einem zum nächsten weiter.

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PEP – Sofortmaßnahme nach HIV-Risikokontakt

Falls mal ein Gummi reißt und eine HIV-Übertragung möglich erscheint, kann eine PEP (Post-Expositions-Prophylaxe) mit HIV-Medikamenten eine Ansteckung oft noch verhindern. Wichtig ist es, innerhalb von 24, spätestens aber nach 48 Stunden zu einer Spezialpraxis oder -klinik zu gehen. Die vierwöchige PEP wird vom Arzt verschrieben und von den Kassen bezahlt.

Eine HIV-PEP kommt in Frage bei ungeschütztem Analverkehr (auch bei gerissenem/abgerutschtem Gummi)

  • mit einem HIV-positiven Partner, der keine HIV-Therapie macht oder dessen Viruslast nicht unter der Nachweisgrenze ist
  • mit einem anonymen Sexpartner.

Handle schnell – möglichst innerhalb weniger Stunden, auch abends oder nachts, spätestens innerhalb von 48 Stunden. Am besten begleitet dich dein Sexpartner – zum Beispiel, um bei euch beiden einen HIV-Test zu machen oder, falls er positiv ist, seinen Behandlungsstatus und die Viruslast zu klären. Für Ärzte gilt die Schweigepflicht.

Eine PEP wird nicht durchgeführt nach

  • Oralverkehr, selbst wenn dabei Sperma aufgenommen wurde, das Infektionsrisiko ist hierbei äußerst gering.
  •  Analverkehr mit einem HIV-positiven Partner, dessen Viruslast unter der Nachweisgrenze (< 50 Kopien/ml) liegt.
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