Bester Schutz vor Hepatitis-A-Infektionen: sich impfen lassen

Pop-Art-HepA
Es gibt aktuell mehr Fälle von Hepatitis A-lnfektionen in Berlin und anderen Städten.

Das sollte niemandem am Arsch vorbeigehen: Das Robert Koch-Institut berichtet aktuell über einen verstärkten Anstieg von Hepatitis A-Fällen bei schwulen Männern. Dies gilt vor allem für Berlin, aber auch in anderen Städten gibt es mehr Fälle. Der einfachste Schutz: sich impfen lassen.

Im Vergleich zu den fünf Vorjahren wurden für Berlin jetzt doppelt so viele Hepatitis A-Infektionen gemeldet. Ein Rückgang sei nicht erkennbar, so dass mit weiteren Erkrankungen zu rechnen sei. Auch aus München ist über erhöhte Infektionszahlen berichtet worden. Die Hep A-Fälle sind vor allem bei schwulen Männern aufgetreten. Das Robert Koch-Institut empfiehlt daher Männern, die Sex mit Männern haben, sich gegen Hepatitis A impfen zu lassen. ICH WEISS WAS ICH TU und die Deutsche AIDS-Hilfe ergänzen: Wer schon dabei ist und sich gegen Hep A impfen lässt, kann die Impfung gegen Hep B auch gleich machen lassen. Beide Impfungen werden von den Krankenkassen übernommen, wenn man angibt, wechselnde Sexpartner zu haben. Einfach zum (Haus-)Arzt seines Vertrauens gehen und nach den Impfungen fragen.

Wer verzichtet beim Sex schon gerne auf Spielarten, die Spaß machen?
Mit Hepatitis A kann man(n) sich beim Arschlecken/Rimming infizieren. Eine Übertragung ist auch möglich, wenn winzige Kotspuren, die an benutzten Gummis oder Dildos sein können, an den Mund gelangen. Das gilt auch für gemeinsam benutzte Gleitgeltöpfe. Hepatitis B-Infektionen sind zum Beispiel beim Knutschen mit kleineren Blutungen im Mund möglich oder beim gemeinsamen Benutzen von Röhrchen beim Sniefen von Drogen.

Welche Krankheitsmerkmale können auftreten?
Eine Hepatitis-Infektion bleibt häufig unbemerkt oder wird nicht gleich erkannt, weil manchmal keine Symptome auftreten und die Beschwerden in den anderen Fällen oft nur leicht sind und mit denen einer Grippe verwechselt werden können: leichtes Fieber, Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen und Übelkeit. Oft verspürt man einen Widerwillen gegen fettreiche Lebensmittel und Alkohol. Ebenfalls typisch sind Bauch- und Gelenkschmerzen. Eher selten färben sich Haut und Augen gelb („Gelbsucht“), der Urin wird dunkel und der Stuhl hell. Eine Hepatitis A heilt immer aus, eine Hepatitis B wird in etwa 5–10 % der Fälle chronisch, bei HIV-Positiven häufiger. Bei einer unbehandelten chronischen Hepatitis B kann es zu einem aggressiven Verlauf mit zunehmender Einschränkung der Leberfunktion, bei langer Dauer oft zu einer Leberzirrhose mit bleibenden Leberschäden kommen. Aus einer Leberzirrhose kann sich ein Leberzellkrebs entwickeln.

Weitere Infos gibt es im IWWIT-Wissenscenter unter www.iwwit.de/wissenscenter/sti/hepatitis-a-und-b

 

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