Schwul, queer, tabulos – scrollen bis IWWIT kommt! Zum Start der LGBT Health Awareness Week 2026 geht die Präventionskampagne der Deutschen Aidshilfe auf TikTok. Das Ziel: junge Queers mit Infos zu queerer Gesundheit stärken.
Offen, direkt und ohne Tabus über schwulen Sex, queeres Leben sowie körperliche und mentale Gesundheit sprechen – dafür steht IWWIT (ICH WEISS WAS ICH TU) schon seit über 17 Jahren. Nun erweitert die Kampagne ihre digitale Präsenz um die Plattform TikTok.
„Pünktlich zur Themenwoche bringen wir sexy Inhalte zum Thema Gesundheit auf TikTok!“, sagt Jonathan Gregory, Leiter von IWWIT. „Wir gehen dahin, wo unsere Zielgruppen sind! Bei jungen Queers ist das aktuell TikTok. Wie überall, geistern auch dort noch Vorurteile und Fehlinformationen über HIV und sexuell übertragbare Infektionen herum. Wir wollen damit aufräumen, junge Queers empowern über ihre Gesundheit zu sprechen und für sich die richtige Entscheidung treffen zu können.“
Sichtbarkeit trotz digitaler Hürden
Aufklärung über Sexualität und queeres Leben stehen auf Social-Media-Plattformen zunehmend vor Herausforderungen: Inhalte zu sexueller Gesundheit, Nacktheit oder queeren Themen werden auf vielen Plattformen häufiger eingeschränkt, selbst wenn sie der Prävention und Aufklärung dienen – wie die zeitweise Löschung des YouTube-Channels von IWWIT zum Pride Month 2025 zeigte.
Für IWWIT bedeutet das: wichtige Informationen auf kreative Weise weiterhin zugänglich machen. Denn gerade junge queere Menschen informieren sich häufig zuerst online über Sexualität, Gesundheit und Identität.
„Trotz aller Hindernisse gilt für uns auch auf TikTok: Wir sind gekommen um zu bleiben!“, betont Jonathan Gregory.
Diskriminierung macht krank
Die LGBT Health Awareness Week erinnert jährlich in der letzten Märzwoche: Erfahrungen von Diskriminierung, Stigmatisierung oder Minderheitenstress erhöhen bei queeren Menschen das Risiko für physische und psychische Erkrankungen.
„Wer diskriminiert wird oder Angst vor Ausgrenzung hat, hat es oft schwerer, Angebote der Gesundheitsversorgung wahrzunehmen oder offen über Themen wie Sexualität oder HIV zu sprechen“, so Jonathan Gregory. „Deshalb schauen wir nicht nur auf individuelles Verhalten, sondern auch auf die Lebensrealitäten und gesellschaftlichen Verhältnisse, die Gesundheit beeinflussen und wollen diese verbessern.“
IWWIT: Online und offline für euch da!
Neben dem neuen TikTok-Kanal ist IWWIT weiterhin auf Instagram, YouTube und Facebook aktiv. Auf der Website iwwit.de informiert die Kampagne umfassend über HIV, Safer Sex, Tests, Schutzmöglichkeiten sowie über körperliche und mentale Gesundheit im queeren Leben.
Darüber hinaus bleibt IWWIT auch offline präsent: Die Kampagne ist regelmäßig auf Veranstaltungen der queeren Communitys vertreten – auf Christopher Street Days, Straßenfesten und Community-Events in ganz Deutschland.