PrEP – Dein Schutz vor HIV

PrEP schützt dich zuverlässig vor HIV – einfach, sicher und individuell. Hier erfährst du, wie sie wirkt, wie du sie einnimmst, welche Nebenwirkungen möglich sind und wie du PrEP bekommst.
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Inhaltsverzeichnis

💊 Zuverlässiger Schutz: PrEP schützt bei korrekter Einnahme effektiv vor HIV.

💬 Erhältlich auf Rezept: Die Kosten übernimmt die Krankenkasse.

🩺 Selten Nebenwirkungen: Meist mild, regelmäßige Checks sichern ab.

📆 Flexible Einnahme: Täglich oder anlassbezogen – je nach deinem Sexleben.

Was ist PrEP?

PrEP steht für Prä-Expositions-Prophylaxe – eine vorbeugende HIV-Medikation. Sie blockiert das Virus, bevor es sich im Körper ausbreiten kann.

Für wen ist PrEP sinnvoll?

PrEP ist ideal für alle, die:

  • regelmäßig Sex mit wechselnden Partner*innen haben,
  • Sex ohne Kondom praktizieren,
  • in einer Beziehung mit HIV-positiven Partner*innen leben (ohne nachweisbare Viruslast = U=U),
  • oder sich einfach zusätzlich absichern möchten.

Wenn du unsicher bist, ob PrEP zu dir passt, sprich mit einer Aidshilfe oder HIV-Schwerpunktpraxis. Die Beratung ist vertraulich.

Zwei Personen im Gespräch über die verschiedenen Möglichkeiten der PrEP-Einnahme
Zwei Personen unterhalten sich über PrEP. Eine erklärt der anderen die unterschiedlichen Einnahmemodelle – täglich oder anlassbezogen – als Teil der HIV-Prävention. | Fotoquelle: Sven Serkis

PrEP: Anwendung & Einnahme

PrEP kann auf zwei Arten eingenommen werden:

  • Anlassbezogen („on demand“) PrEP nur dann, wenn Sex ansteht: 2 Tabletten 2 bis 24 Stunden vor dem Sex. Nach dem letzten Sexkontakt nimmst du 1 Tablette nach 24 Stunden und 1 weitere nach 48 Stunden.

Wichtig: Für (neo-)vaginalen Verkehr gilt ein anderes PrEP-Einnahmeschema. Mehr dazu zeigt die Infografik unten.

  • Dauer-PrEP: 2 Tabletten 2 bis 24 Stunden vor dem Sex, dann nimmst du jeden Tag immer zur gleichen Zeit 1 Tablette. So bist du durchgehend vor HIV geschützt. Nach dem letzten Sex nimmst du 1 Tablette nach 24 Stunden und 1 weitere nach 48 Stunden.

Wichtig: Für (neo-)vaginalen Verkehr gilt ein anderes PrEP-Einnahmeschema. Mehr dazu zeigt die Infografik unten.

Infografik zum PrEP-Einnahmeschema mit täglicher und anlassbezogener Einnahme
Infografik zeigt das Einnahmeschema von PrEP – sowohl die tägliche als auch die anlassbezogene Einnahme (kostenlos erhältlich als IWWIT Postkarte – siehe unten [Motiv Mund / Arsch] )

Nebenwirkungen & Erfahrungen

Die meisten Menschen vertragen PrEP sehr gut. Gelegentlich kann es in den ersten Wochen zu leichten Beschwerden kommen – z. B. Kopfschmerzen, Übelkeit oder Magenprobleme. Diese klingen meist von selbst ab.
Langfristige Nebenwirkungen (z. B. auf Nieren oder Knochen) sind selten, werden aber regelmäßig kontrolliert.
Viele berichten, dass PrEP ihr Sexleben entspannter und angstfreier macht – ein Zugewinn an Sicherheit und Selbstbestimmung.

PrEP: Kosten, Verschreibung & Kauf

  • Verschreibung: PrEP bekommst du von Ärzt*innen mit HIV-Kompetenz
  • Kosten: Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten. Privatversicherte sollten vorab klären, ob ihre Versicherung zahlt.
  • Kauf: Nur mit Rezept in Apotheken – keine Eigenbeschaffung online!
  • Kontrollen: Alle 3 Monate sind HIV- und STI-Tests sowie Blut- und Urinchecks Pflicht.

Person hält eine Informationskarte zur HIV-Prävention und PrEP in der Hand
PrEP-Infokarte helfen dabei, sich über Schutzmöglichkeiten vor HIV zu informieren. | Fotoquelle: Sven Serkis

FAQ – Häufige Fragen zur PrEP

Hier findest du die wichtigsten Antworten rund um Wirkung, Anwendung, Kosten und Nebenwirkungen – klar, ehrlich und praxisnah erklärt.

Was ist PrEP und wie wirkt sie?

PrEP ist ein Medikament, das dich vor HIV schützt, indem es verhindert, dass sich das Virus in deinem Körper festsetzt. Die Wirkstoffe (meist Tenofovir und Emtricitabin) blockieren gezielt die Vermehrung von HIV. Damit der Schutz funktioniert, musst du die PrEP regelmäßig und wie verordnet einnehmen. PrEP schützt nur vor HIV, nicht vor anderen STIs.

Wie bekomme ich PrEP?

Du bekommst PrEP auf Rezept bei Ärzt*innen mit HIV-Kompetenz. Vor der Verschreibung erfolgt ein Gesundheits-Check (HIV-Test, Nierenwerte, ggf. Hepatitis-Tests). Nach der Verordnung kannst du das Medikament in jeder Apotheke abholen.

Wer übernimmt die Kosten für PrEP?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten. Dazu gehören auch die vierteljährlichen Kontrolluntersuchungen. Wenn du privat versichert bist, kann die Kostenübernahme je nach Tarif unterschiedlich sein – kläre das vorab mit deiner Versicherung.

Welche Nebenwirkungen kann PrEP haben?

Kurzfristig kann es zu leichten Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen oder Übelkeit kommen, meist verschwinden sie nach einigen Tagen. Langfristige Nebenwirkungen sind selten, können aber Nieren und Knochen betreffen. Deshalb sind regelmäßige Blut- und Urintests wichtig. Viele Menschen merken überhaupt nichts – die Verträglichkeit ist sehr gut belegt.

Wie nehme ich PrEP richtig ein?

Du kannst PrEP täglich oder anlassbezogen („on demand“) einnehmen (siehe Infografik)

Kann ich HIV bekommen, obwohl ich PrEP nehme?

Wenn du die Tabletten regelmäßig und korrekt einnimmst (siehe Infografik), ist das Risiko sehr gering.Wichtig: PrEP schützt ausschließlich vor HIV – nicht vor anderen STIs.

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