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Was du über die PEP wissen solltest

  1. Wann krieg ich eine PEP?
  2. Der Countdown läuft
  3. Wo krieg ich die PEP?

1. Wann krieg ich eine PEP?
Tatsächlich kommt es manchmal vor, dass Kondome vom zu harten Ficken reißen oder abrutschen, weil z.B. Gleitgel auf den Schwanz gekommen ist. Eine HIV-PEP kann helfen: Dabei nimmt man vier Wochen lang Anti-HIV-Medikamente ein. Damit soll verhindert werden, dass das HI-Virus sich im Körper festsetzen und vermehren kann.

Eine HIV-PEP kommt dann in diesen Fällen in Frage: Wenn der (Sex-) Partner HIV-positiv ist und keine HIV-Therapie macht, oder wenn dessen Viruslast nicht unter der Nachweisgrenze ist. Eine PEP kann aber auch dann durchgeführt werden, wenn man den HIV-Status des Partners nicht kennt.

Eine PEP wird nicht nach einem Blowjob durchgeführt, selbst wenn dabei Sperma aufgenommen wurde. Das Infektionsrisiko ist hierbei äußerst gering.

2.  Der Countdown läuft
Wichtig bei einer PEP ist der rechtzeitige Beginn: Innerhalb der ersten 24 Stunden nach dem Sex-Unfall sollte man mit der „Nach-Risiko-Vorsorge“ beginnen. Jede Stunde zählt.

3. Wo krieg ich die PEP?
Es gibt zwei Möglichkeiten, an eine PEP zu kommen:
1. Du gehst in eine spezialisierte PEP-Klinik (s. Karte)
2. Du gehst zu einer Arztpraxis, die sich mit HIV auskennt.

Beides hat Vorteile: Zur PEP-Klinik kannst du rund um die Uhr gehen, also auch mitten in der Nacht, direkt nachdem das Gummi gerissen ist. Hier bekommst du die ersten Medikamente. Die Tablettendosis für den gesamten Monat kann dir nur ein_e niedergelassene_r Ärztin/Arzt verschreiben. In einer auf HIV spezialisierten Arztpraxis erhältst du Hilfe zu den üblichen Sprechstunden-Zeiten. Hier kann man dir gleich ein Rezept für die vollständige PEP ausstellen. Eine Adressübersicht mit Ärzt_innen aus so genannten Schwerpunktpraxen findest du hier: http://www.dagnae.de/mitglieder

Die Kosten werden in so genannten „begründeten Notfällen“ von den Krankenkassen übernommen.

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PEP - ganz einfach erklärt

Falls mal ein Gummi reißt und eine HIV-Übertragung möglich erscheint, kann eine PEP (Post-Expositions-Prophylaxe) mit HIV-Medikamenten eine Ansteckung oft noch verhindern. Wichtig ist es, innerhalb von 24 Stunden zu einer Spezialpraxis oder -klinik zu gehen. Die vierwöchige PEP wird vom Arzt verschrieben und in der Regel von den Krankenkassen bezahlt.

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PEP-Kliniken

In den Notfall-Ambulanzen dieser Kliniken bekommst du Tag und Nacht die PEP. Du kannst aber auch zu den üblichen Sprechstunden-Zeiten in eine HIV-Schwerpunktpraxis gehen und dir die PEP dort verschreiben lassen. Hier findest du eine Adressübersicht: http://www.dagnae.de/mitglieder

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