Die PrEP-Tabletten für einen Monat bekommst du derzeit auf Privatrezept ab 40 Euro. Für die notwendigen ärztlichen Untersuchungen können weitere Kosten anfallen. Dies solltest du mit deinem Arzt oder deiner Ärztin vorher besprechen.

 

Im Juli wurde eine zukünftige Kassenfinanzierung der PrEP-Tabletten und der zugehörigen medizinischer Begleitung angekündigt. Mit einer Umsetzung ist im Laufe des kommenden Jahres zu rechen. Bis dahin gelten die bestehenden Infos:

Die PrEP-Tabletten

In teilnehmenden Apotheken in ausgewählten Städten gibt es zudem die Möglichkeit, die PrEP für rund 40 Euro pro 28 Tabletten zu erhalten. Das entspricht der Menge für eine vierwöchige Dauer-PrEP bei täglicher Einnahme.

Dazu muss dein Arzt oder deine Ärztin ein Privatrezept ausstellen, auf dem Folgendes verordnet sein muss:

  • PrEP Emtricitabin / Tenofovirdisoproxil
  • 28 Stück zur Verblisterung

Die Angaben „PrEP“, „28 Stück“ und „zur Verblisterung“ sind dabei absolut notwendig. Nur so erhältst du den günstigen Preis.

Du kannst dir die PrEP aber auf Privatrezept auch ohne Verblisterung verschreiben lassen. Dann erhältst du die Monatspackung in jeder Apotheke ab rund 70 Euro.

Die PrEP-Checks

Deine gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten für die empfohlenen Tests auf HIV und andere Geschlechtskrankheiten, wenn

  • du ein Risiko hattest, dich mit einer Geschlechtskrankheit zu infizieren – zum Beispiel, wenn ein Sexpartner eine Geschlechtskrankheit hat oder wenn du in der letzten Zeit häufig wechselnde Sexpartner hattest;
  • du Symptome einer Geschlechtskrankheit hast, also wenn zum Beispiel diese Anzeichen bei dir auftreten: Brennen beim Wasserlassen, Jucken oder Ausfluss im Genital- oder Analbereich, Hautausschläge.

Private Abrechnung von PrEP-Checks: Wenn dir die Untersuchungen privat in Rechnung gestellt werden, können sie sehr hoch ausfallen. Sprich daher mit deiner Ärztin bzw. deinem Arzt darüber, ob und wenn ja, welche Kosten auf dich zukommen.

Wo finde ich mehr Infos zu Teststellen oder Arztpraxen?

Falls du die Checks in einer Aidshilfe, einem Checkpoint oder beim Gesundheitsamt durchführen lassen willst, erkundige dich vorab, welche Checks dort jeweils angeboten werden – und was sie dort kosten. Einen Überblick dazu gibt es auf unserer Teststellenkarte.

Lass Dich beraten

 

Falls du eine Ärztin oder einen Arzt suchst, der oder die deine PrEP begleiten soll, empfehlen wir dir folgende zwei unterschiedliche Listen:

Zwischen beiden Listen gibt es Überschneidungen. Zudem werden beide Listen stets aktualisiert.

Noch mehr Infos, wo du in deiner Gegend die Checks am besten durchführen lässt, findest du bei Aidshilfen und Checkpoints vor Ort sowie bei der Telefon- und Onlineberatung der Aidshilfen.